7. Oktober 2022

Mit Server-Side Tracking Datenverluste verhindern

Störungen und Ausfälle bei Analytics-Anbietern führen immer häufiger zu Datenverlusten. Mit Server-Side-Tracking haben Unternehmen ein Ass im Ärmel.

Stellen Sie sich vor, Sie haben gerade eine große neue Marketingkampagne gestartet. Sie haben in Search Ads investiert und wollen die Performance in Ihrem Analytics-Setup tracken. Die Kampagne läuft – Sie lehnen sich zurück und warten darauf, dass der Traffic eintrudelt. 

Dann werfen Sie einen Blick auf Ihren Social-Media- oder Nachrichten-Feed und sehen die Schlagzeile, die soeben Ihren Tag ruiniert hat – wie es im Oktober 2021 vielfach geschah.

Damals führte eine Störung Google Analytics zu einem fast einstündigen Ausfall der Datenerfassung für Hundertausende Kunden. Die in dieser Zeit verlorenen Daten sollten sich als nicht mehr herstellbar erweisen. Für Marketing-Manager bedeutete die Störung nicht nur den Verlust von Traffic. Wer zu dieser Zeit Kampagnen laufen hatte, hatte wahrscheinlich Pech: Auch Conversion-Daten waren für immer verloren. 

Digitales Marketing auf Basis von Daten, Reports und Analysen sind für das Wachstum der meisten Unternehmen in den vergangenen Jahren unverzichtbar geworden. 

Marketing-Managern wird daher auch mehr Verantwortung für den Umgang mit und den Schutz von Daten übertragen. Das macht Datenverluste, wie den Ausfall von Google Analytics im Oktober 2021, für sie besonders relevant – und schmerzhaft. 

Derartige Ausfälle werden in Zukunft häufiger vorkommen, da die digitale Landschaft immer komplexer zu handhaben und damit anfälliger für Sicherheitsverletzungen und Fehlkonfigurationen wird. Diese Situationen können auch schnell teuer werden.

Allerdings können Unternehmen und Vermarkter etwaige Datenverluste aufgrund von Störungen minimieren – oder sogar ganz vermeiden. Server-Side-Tracking kann dabei eine Schlüsselrolle spielen. 

Wie lassen sich Datenverluste verhindern?

Wenn Ausfälle die Datenerfassung von Drittanbieterdiensten wie Google Analytics beeinträchtigen, können Sie in der Regel nicht viel tun. In der Regel sind Sie nicht im Besitz der Rohdaten, die durch diese Tools generiert werden. Die Dienste von Drittanbietern liefern meist aggregierte Datensätze und Berichte und behalten die Rohdaten für sich selbst. Wenn deren Dienste ausfallen, sind auch Ihre Daten betroffen. 

Die Lösung: Rohdaten selber sammeln und aufbewahren. Wenn Sie Ihre eigenen Rohdaten verfügen, eröffnen sich für Ihr Unternehmen nicht nur neue Use Cases, wie z. B. die Automatisierung durch Machine-Learning-Applikationen. Sie können auch eine Sicherungskopie Ihrer Daten anlegen, falls die Dienste von Drittanbietern ausfallen. 

Eine der einfachsten Methoden, Ihre eigenen Rohdaten zu generieren ist Server-Side-Tracking.

Datenhoheit zurückerhalten

Beim Server-Side-Tracking werden die Daten vom Browser des Nutzers an Ihren eigenen Webserver übertragen, bevor sie an andere Stellen weitergesendet werden. Der Webserver fungiert als zusätzliche Schicht zwischen Ihrer Website und Ihren Marketing- und Analysetools (z. B. von Facebook oder Google). 

Sobald die betroffenen Dienste wieder online sind, können Sie die Daten, die Sie während des Ausfalls gesammelt haben, einfach an die betroffenen Tools senden und so die durch den Ausfall entstandenen Lücken „füllen“.

Genau davon haben JENTIS-Kunden, die vom Ausfall von Google Analytics im Oktober 2021 betroffen waren, profitiert. 

Sobald das System erkennt, dass ein Drittanbieter ausgefallen ist, speichert die Server-Side-Tracking-Lösung von JENTIS Ihre Daten im Cache. Wo andere große Lücken aufgrund von nicht wiederherstellbaren Datenverlusten hatten, erhielten JENTIS-Kunden vollständige, ununterbrochene Datensätze und Reports. 

Die wichtigsten Takeaways:

  • Eine zuverlässige Datenerfassung ist die Grundlage jeder datengesteuerten Marketingstrategie – andernfalls laufen Sie Gefahr, Entscheidungen auf der Grundlage falscher Informationen zu treffen
  • Server-Side-Tracking mit JENTIS ermöglicht es Unternehmen, im Fall von Störungen bei Drittanbieter-Tools die eigenen Daten zu sichern und diese an die betroffenen Tools zu übermitteln, sobald diese wieder online sind
  • Server-Side-Tracking ist die einfachste und effektivste Methode, Website-Daten zu 100% GDPR-konform zu erheben

Mehr Beiträge

News

Dänemark: Google Analytics rechtswidrig

Dänemark schließt sich anderen Datenschutzbehörden in Europa an: Google Analytics kann ohne weiteres nicht mehr rechtskonform verwendet werden.

Blog

Französische Datenschutzbehörde bestätigt Server-Side Tracking

Wir konnten es kaum glauben, als wir bei JENTIS die beiden neuen Artikel der französischen Datenschutzbehörde CNIL gelesen hatten. Ein Flüstern ging durchs Büro “Schreiben die über uns?”

Case Study: Wie Pixum seine Kampagnenleistung um 176% steigerte

Pixum erhebt mit JENTIS Server-Side Tracking um bis zu 29,2% mehr Daten, korrigiert 55% der Customer Journeys und steigert seine Kampagnen-Leistung um 176%.